Sagen wollte ich eigentlich, dass es nervt, dass alles was auf Dubstep Labels rauskommt sofoert für die "Genre-erweiternden Eigentschaften", der "grenzenlosigkeit" des Dubstep zugrschrieben wird und anscheinend niemand merkt, worum es geht: Um elektronische Musik unter 100 BPM, der für das Dubstep-Gewand einfach nur sehr, sehr usexy Beats verpasst wurden. Aber so "neu" ist das doch alles nicht.
Am Beispiel Scuba wird das besonder deutlich: Er selbst sagt, dass "Triangulation" eigentlich kein Dubstep ist und er mit der Wobble-Welt auch nix (mehr) anfangen kann. Trotzdem heisst es in den Claims "
wichtigster Dubstep-Meilenstein seit Burial's Album" (das ja definitiv Ambient-2step war...). Obwohl es über 100 BPM ist und auch kaum Dubstep Rythmen hat. Aber wozu darüber aufregen. Lieber ins Album hören und sich von Scuba auf eine Reise mitnehmen lassen:
Es ist Ambient, Chill Out, 90er Jahre Leftfield, The Irresistible Force. Es wandert und hallt. Es bewegt sich nur langsam. An manchen Stellen ist es
burialesque (ha!) mit Vocalfetzen und 2step-Geklapper. Es hätte auch Ninja Tune sein können. Oder Blackbox Architect. Oder dBridge. Auch wenn es durchgängig hohe BPMs hat, klingt es als würde es stehen bleiben. Es scheint kein Ziel zu haben sondern stolpert von Soundscape zu Soundscape. Es ist elektronisch wie sau und gleichzeitig fühlt es sich organisch an.
In Summe:
Es fantastisch! A must for the open-eared listener. Aber keine ganz leichte Kost.
Ach und PS: Scuba ist ja DER, der den Track "
no future" gemacht hat. Ja genau! Der! :-)
Hört, hört!